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DIN EN ISO 9001 : 2008
Bärbel Diehl
Kinderkrankengymnastik, Ergotherapie und Heilpädagogik


Aktuelle Veranstaltungen und Weiterbildungskurse für Eltern

Die Kurzinformation zur Ergotherapie

Zielgruppe

Wir behandeln überwiegend Kinder von 2 - 12 Jahren mit

Entwicklungsverzögerungen im motorischen und geistigen Bereich Sprach-, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten

Hyperaktivität, Hypoaktivität

Lese- und Rechtsschreibschwäche

Fein- und grobmotorische Entwicklungsverzögerungen

soziale Unsicherheit, Kontaktschwierigkeiten, Autismus

Wahrnehmungsauffälligkeiten, z. B. mangelhafte sensorische Integration, gestörte Selbstwahrnehmung, mangelndes Selbstbewusstsein, Probleme mit Alltagshandlungen

Körperbehinderung (u. a. Finden von idealen Ausgangspositionen für das Spielen mit evtl. angepasstem Material)

Sinnesgeschädigte Kinder (z. B. Blinde) erhalten individuelle Angebote, um ihre gesunden Sinne zu fördern

Kinder mit Rheuma (JCPA) lernen auf spielerische Weise Gelenkschutzprinzipien kennen. Falls nötig, werden Handschienen angefertigt und eine Hilfsmittelberatung und - Versorgung wird durchgeführt.

Nachfolgend geben wir ein kurze Einführung der Therapieschwerpunkte in unserer ergotherapeutischen Praxis

Sensorische Integration nach J. Ayres

Die Psychologie und Ergotherapeutin Dr. J. Ayres beschäftigte sich intensiv mit Kindern, die Störungen im Bereich der Wahrnehmung, des Lernvermögens und des Verhaltens hatten.

Sensorische Integration gehört zur normalen Entwicklung. Die Verbindung und Verarbeitung von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen und Schmecken, Tasten, Hören und Sehen ist die elementare Grundlage von Handeln, Sprechen und Lernen. Alle über die Sinnessysteme aufgenommene Informationen werden " integriert ". Das bedeutet, sie werden im Nervensystem und Gehirn weitergeleitet, verarbeitet und gedeutet, sodass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessene Handlungen umgesetzt werden können. Durch die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt entsteht im Gehirn eine " Landkarte des Körpers ", die im Laufe der Zeit immer genauer und differenzierter wird.

Sensorische Integration beginnt bereits im Mutterleib und entwickelt sich im frühen Kindesalter besonders rasch. Das ist von großer Bedeutung, da in dieser Zeit die Grundstrukturen für alle weiteren Vernetzungen der Sinnessysteme gelegt werden. Dieser Prozess setzt sich mit abnehmender Intensität lebenslang fort. Je jünger der Mensch ist, desto plastischer und formbarer ist sein Nervensystem und Gehirn. Deshalb ist dieses Therapiekonzept in den ersten Lebensjahren besonders effektiv. Wenn die Störungen erst später behandelt werden, kann die Therapie ebenfalls sehr effektiv sein, dauert aber meist länger.

Treten Störungen der sensorischen Integration auf, kann das bei Kindern zu unterschiedlichen Problemen führen, z. B.

Entwicklungsverzögerungen, Bewegungsauffälligkeiten

Sprach-, Lern- und Konzentrationsprobleme

Fein- und grobmotorische Schwierigkeit

soziale Unsicherheiten

Entsprechend dem Befund werden dem Patienten sensorische Angebote gemacht, die im Rahmen seines Leistungsniveaus eine Herausforderung darstellen, Aktivitäten zu entwickeln. In der Therapie werden bevorzugt die drei Basissinnessysteme der Haut z. B. durch taktile Stimulation mit Teig, Rasierschaum, Bohnen, verschiedene Oberflächen, usw. der Tiefensensibilität, z. B. durch propriozeptive Reize mit Massage, Klettern, das Bewegen schwerer Gegenstände usw. und des Gleichgewichts, z. B. vestibuläre Stimulation durch Balancieren, Schaukeln angesprochen. Hierbei wird der innere Antrieb des Kindes benutzt, um eine bessere Verbindung der einzelnen Sinnessysteme zu erreichen. D.h. es wird dem Kind ermöglicht, Reize aus Sinneskanälen, die es bisher wenig nutzte oder deren Hemmung durch die andere Sinne fehlte, besser zu integrieren. Die Angebote werden in Art und Dosierung ständig kontrolliert und der Reaktion des Kindes angepasst. Ein wichtiger Bereich des Konzepts der Sensorischen Integration ist die Information der Bezugspersonen zum Umgang mit diesen Problemen und die Erarbeitung konkreter Hilfestellungen zur Gestaltung des Umfeldes, um die Entwicklung des sensorischen Integration zu unterstützen.

Diagnostik der visuellen Wahrnehmung nach M. Frostig

Neben den o. g. Basissinnessystemen bilden die Bereiche der visuellen Wahrnehmung, die M. Frostig in verschiedene Bereiche gegliedert hat, eine wichtige Grundlage für das schulische Lernen:

1. Visomotorik
Die visomotorische Koordination ist die Fähigkeit das Sehen mit den Bewegungen des Körpers oder der Hand zu koordinieren. Eine gute Auge-Hand Koordination ist z. B. für alle fein- und grobmotorischen Tätigkeiten notwendig.

2. Figur-Grundwahrnehmung
Die Figur-Grund-Wahrnehmung ist die Fähigkeit, eine Figur von einem Hintergrund scharf zu sehen und abzugrenzen. Der Figur - Grundwahrnehmung ist die Voraussetzung für Aufmerksamkeit und Konzentration.

3. Formkonstanz
Die Wahrnehmung der Formkonstanz ist die Fähigkeit, bestimmte Eigenschaften eines Gegenstandes wie Form und Größe unabhängig von ihrer Farbe, dem Material oder dem Blickwinkel zu erkennen. Dies ist notwendig, um z. B. Buchstaben und Wörter im unterschiedlichen Kontext wiederzuerkennen und zu finden.

4. Raumlage
Die Raumlage ist die Fähigkeit, die räumliche Beziehung (vor, hinter...) zwischen der eigenen Person und einem Gegenstand zu erkennen. In der Schule ist das Erkennen der Raumlage die Voraussetzung, um z. B. Buchstaben wie b und p zu unterscheiden oder Zahlen richtig herum zu lesen z. B. 54 und 45.

5. Räumliche Beziehung
Die Wahrnehmung der räumlichen Beziehung ist die Fähigkeit, die Lage von zwei oder mehreren Gegenständen in Bezug zu sich und in Bezug zueinander zu erkennen. Bei Auffälligkeiten in diesem Bereich hat das Kind Schwierigkeiten beim Lesen oder beim Erfassen von Textaufgaben.

Durch die Entwicklungsdiagnostik nach Frostig werden die Stärken und Schwächen des Kindes in den einzelnen Wahrnehmungsbereichen sichtbar und können anhand von Tabellen mit der Normleistung gleichaltriger Kinder verglichen werden. Durch verschiedene Therapiemittel (z. B. Pertra-Spielsatz, handwerkliche Tätigkeiten, abgewandelte Gesellschaftsspiele) ist eine individuelle und spezifische Förderung in den einzelnen Wahrnehmungsbereichen möglich.
Gleichzeitig wird überprüft, ob die Schwächen in der visuellen Wahrnehmung in Zusammenhang stehen mit einer mangelhaften Verarbeitung der sensorischen Integration. Aufgrund der Ergebnisse wird dann mit den Eltern der Therapieablauf, die Schwerpunkte und Ziele ermittelt.

Abklärung der Händigkeit

Der gesunde Säugling benutzt beide Körperseiten und beide Hände gleichermaßen. Im 4. spätestens im 5. Lebensjahr sollte jedes Kind eine eindeutige Handdominanz ausgebildet haben. Dies ist insbesondere für den Schreiblernprozess und die schulischen Lernvorgänge von hoher Bedeutung. Die Psychologin Frau Dr. Sattler aus München beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen bei umgeschulten Linkshändern und hat festgestellt, dass das Nichterkennen von Linkshändigkeit oder das Umtrainieren von Linkshändern für das Kind schwerwiegende Folgen, wie z. B. Konzentrations- und Sprachschwierigkeiten oder LRS haben kann. Mit Hilfe von verschiedenen Testverfahren, die sie entwickelt hat, helfen wir, die Händigkeit herauszufinden und unterstützen diesen Prozess mit motorischen und handwerklichen Tätigkeiten. Außerdem geben wir den Eltern und den Lehrern Hilfestellung (z. B. Aufbau einer korrekten Schreibhaltung, Übungen für Linkshänder).

Lese-Rechtschreibschwäche

Aufgrund der Forschungen von Herrn Dr. Haas aus Stuttgart sind Fehlleistungen im Lesen und Schreiben darauf zurückzuführen, dass die Buchstaben des Alphabets im Gedächtnis des Kindes noch nicht ausreichend gespeichert wurden. Sie müssen sich so tief einprägen, dass Lesen und Schreiben automatisch ablaufen. Ein Kind speichert Buchstaben durch Sehen, Hören und Tasten. Um die Lese- und Rechtschreibschwäche zu überwinden, muss sich ein Kind immer wieder systematisch und intensiv mit den Buchstaben beschäftigen und mit allen Sinnen in sich aufnehmen. Herr Kennedy aus Tuttlingen hat dafür ein eigenes, spezielles Programm entwickelt. Es gibt den Kindern die Chance, die einzuprägenden Buchstaben in immer neuen Situationen und interessanten Aktivitäten zur Hand zu nehmen, zu hören und zu tasten. Wir verwenden in der Ergotherapie dieses Lese-Rechtschreibprogramm und klären die Eltern diesbezüglich auf. Um den Erfolg zu sichern wird mit den Eltern gleichzeitig ein Programm für zu Hause entwickelt, das täglich durchzuführen ist.

("Es ist so einfach" - Programm von Herrn Kennedy)
Falls Sie noch weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

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